Trauma-Symptome

Nach einer Traumatisierung leiden die betroffenen Menschen an vielen Symptomen. Dabei hat jeder traumatisierte Mensch seine eigenen Symptome.

Symptome, die nach einer Traumatisierung auftreten können:

  • Erinnerungsblitze, sogenannte Flashbacks
  • Angstzustände

  • Panikanfälle

  • Schlaflosigkeit

  • Atemnot

  • Hilflosigkeit

  • Überforderung

  • Überempfindlichkeit (Geräusche, Gerüche, Stimmen etc)

  • Depressionen

  • Psychosomatische Beschwerden (Schmerzen)

  • Scheinbar grundlose Wutanfälle

  • Kreislaufzusammenbrüche
  • Konzentrationsprobleme

  • Erinnerungslücken

  • Vergesslichkeit

  • Verschlossenheit

  • Starkes Schwitzen

  • Starker und unangenehmer Körpergeruch

  • Orientierungslosigkeit

  • Schamgefühl

  • Alpträume

  • Unkontrollierbare Stimmungsschwankungen

  • Destruktive Verhaltensweisen

  • Herzrasen und Herzrhythmusstörungen.

 

Übermächtige Ängste

Stark Traumatisierte haben oft mit intensivsten Ängsten zu kämpfen, da sie ihre Sicherheit verloren haben. Sie haben Angst die Wohnung zu verlassen, Angst zu sterben, Angst vor Zurückweisung und dem Verlassenwerden, Angst vor der Zukunft, Angst vor dem Leben.

Eine der paradoxen Ängste ist die gleichzeitig vorhandene Angst zu sterben und die Angst vor dem Leben. Was völlig unmöglich klingt, ist für einen schwer traumatisierten Menschen grauenvoller Alltag.

 

Angst vor dem Leben, Angst vor dem Sterben

Einerseits ist man mit dem Leben völlig überfordert und weiß nicht mehr wie man es bewältigen kann. Im schlimmsten Fall enden die Ängste vor dem Leben in dem Wunsch endlich zu sterben. Andererseits hat man genau davor ebenfalls größte Ängste und will endlich wieder leben.
Um aus diesem Dilemma herauszufinden, braucht es kompetente Unterstützung.

 

 

Kraftlos, Mutlos, Haltlos

So lässt sich das empfundene Dasein eines traumatsierten Menschen beschreiben. Es ist - im wahrsten Sinne des Wortes - nichts mehr los mit ihr oder ihm.

Ein traumatisierter Mensch hat keine Energie oder Motivation mehr. Der Alltag ist geprägt von Hilf- und Machtlosigkeit, Verwirrtheit, Hoffnungslosigkeit und Ziellosigkeit. Jede Minute scheint eine nicht zu bewältigende Ewigkeit.

 

Reaktionen des Körpers

Neben den vielen psychischen Symptomen leiden traumatisierte Menschen meist auch unter körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Herzrasen, Desorientierung, Panikanfällen, Kurzatmigkeit, Sprachstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schluckbeschwerden und Rückenschmerzen.

Mitunter lässt sich nicht klar abgrenzen, ob ein Symptom psychischer oder körperlicher Art ist.

 

Die Gefahr der Chronisierung

Nach dem Ende der Bedrohung klingt das intensive Gefühl der Hilflosigkeit ebenso ab wie die Erstarrungsreaktion, verschwindet aber nicht völlig.

Bleiben die Reaktionen der ersten Traumamomente über Monate bestehen, ist die Gefahr groß, dass sie chronisch werden. Mit einer frühzeitig gestellten Diagnose kann dem vorgebeugt werden und eine erfolgreiche Therapie erfolgen.

 

Traumatisierte nicht unter Druck setzen

Aussagen wie Beiss die Zähne zusammen oder Das wird schon wieder oder Jetzt mach doch endlich mal etwas helfen einem traumatisierten Menschen nicht weiter. Im Gegenteil - derartige sinnfreie Sprüche erhöhen das Leid des Betroffenen noch, da er die Ansprüche seines Umfeldes nicht erfüllen kann und seine Verzweiflung dadurch noch größer wird.

 

Wichtige Heilungs-Faktoren sind Empathie und Halt

Traumatisierte Menschen brauchen Empathie und Halt. Es kann reichen, einfach nur da zu sein. Zuzuhören, gemeinsam schweigen, umarmen, mit einer liebevollen Geste zeigen, dass der traumatisierte Mensch nicht allein ist. Mehr dazu unter >> Traumaheilung